Sicherheit innerhalb des Entwicklungssystems
Aktivitätslevel
Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen, starke Verschlüsselungsmechanismen einzusetzen und die meisten Benutzer auf eine SSO-Anmeldung umzustellen. Die Hash-Werte der Benutzerpasswörter sollten Sie dann, wie oben beschrieben, löschen. Releaseabhängige Informationen zur SNC-Client-Verschlüsselung finden Sie im SAP-Hinweis 1643878.
Um in Notsituationen jederzeit vollumfänglich agieren zu können, ist ein SAP-Notfallbenutzer bereitzuhalten, der über alle Berechtigungen fürs gesamte SAP-System verfügt (typischerweise mittels Sammelprofil SAP_ALL). Das macht ihn allerdings nicht nur zu einer großen Hilfe, sondern gleichzeitig ausgesprochen gefährlich, sodass sein Einsatz über ein dediziertes Konzept genau zu regeln ist.
Berechtigungsobjekte für die Tabellenbearbeitung verwenden
Im Rahmen der Nutzung einer HANA-Datenbank sollten Sie sowohl die Ausführung von HANA-Datenbankfunktionen als auch den lesenden oder ändernden Zugriff auf die in der Datenbank gespeicherten Daten durch passende Berechtigungstechniken schützen. Wesentlich für die Berechtigungstechnik sind Datenbankobjekte wie Tabellen und Views – die den Zugriff auf die gespeicherten Daten ermöglichen – sowie ausführbare Prozeduren und Benutzer. Die einem Benutzer zugeordneten konkreten HANAspezifischen Berechtigungen werden im HANA-Kontext als Privilegien (Privileges) bezeichnet.
In der SU53 erhalten Sie den Eintrag des Benutzers, der dort gepeichert ist, und dieser kann ggf. alt sein. Besser ist also den Benutzer selbst über das Menü den Berechtigungsfehler anzeigen zu lassen. Vielleicht erstellen Sie allen Ihren Benutzern eine kleine Doku, wie er sich den Fehler anzeigen läßt, und wo er ihn hinschicken kann, also ein „Kochrezept: How To…“. In dem Fehlerauszug der SU53 werden als erstes die dem Benutzer fehlende Berechtigung angezeigt. Dieses Objekt gilt es also zu analysieren. Im Weiteren der Fehlermeldung werden die dem Benutzer zugeordneten Berechtigungen angezeigt. Diese Informationen kann man dazu benutzen, den Benutzer mit seinem Rollenset einzuordnen, wohin er gehört etc. Letztlich haben wir in unserm Fall 1 nun die fehlende Berechtigung und müssen nun klären, ob der Benutzer diese Berechtigung erhalten soll oder nicht. Dazu muss die Fachabteilung kontaktiert werden, die ja zu entscheiden hat, ob der Benutzer die Berechtigung erhält! Es kann vorkommen, dass es sich bei dem vom Benutzer gemeldeten Problem gar nicht um ein Berechtigungsproblem handelt. Dann wird in dem SU53 – Bereich der letzte Berechtigungsfehler angezeigt, der gar nicht die Fehlerursache ist. Deshalb ist es immer gut, sich auch ein Bildschirmbild der eigentlichen Fehlermeldung schicken zu lassen. Es kommt gar nicht so selten vor, dass Entwickler aus ihren Programmen einen Berechtigungsfehler der Art „Keine Berechtigung für…“ ausgeben, dieser aber gar nicht mit einer standardmäßigen Berechtigungsprüfung geprüft haben, so dass der Fehler kein eigentlicher Berechtigungsfehler ist.
Mit "Shortcut for SAP systems" steht ein Tool zur Verfügung, das die Zuweisung von Berechtigungen auch bei Ausfall des IdM-Systems ermöglicht.
Um die vielen Informationen zum Thema SAP - und auch anderen - in einer Wissensdatenbank zu speichern, eignet sich Scribble Papers.
Diese Rollen enthalten u. a. auch die Berechtigungsobjekte für das Records Management und das Case Management.
Über den Button Abmischen gelangen Sie in die Simulation des Abmischvorgangs für die ausgewählte Rolle.