SAP HANA ist eine neue Datenbank
GUI- und Enqueue-Zeit
Wie in der Einleitung dieses Buches beschrieben wird, verschafft sich der erfahrene Performancespezialist anhand der Workload-Analyse zunächst einen Überblick darüber, in welchen Bereichen des SAP-Systems Performanceprobleme auftreten, bevor er top-down in die Detailanalysen einsteigt. Als Beispiel können Sie sich die folgende Situation vorstellen: In einem SAP-System führen Sie systematisch die in Kapitel 2, »Analyse von Hardware, Datenbank und ABAP-Applikationsserver«, behandelten Analysen durch. Als Ergebnis entdecken Sie sowohl einige Probleme im Bereich der Datenbank als auch in der SAP-Speicherkonfiguration. Wie können Sie nun feststellen, welches Problem das schwerwiegendere ist, d. h., welches Problem zuerst behoben werden sollte? Welchen Einfluss hat ein Problem auf die Antwortzeit, d. h., um wie viel besser wird die Antwortzeit, wenn das Problem behoben ist? Die Antwort auf diese Fragen gibt Ihnen die Workload-Analyse.
Eine Übersicht über die wichtigsten Betriebssystem- und Hardwaredaten finden Sie unter dem Punkt Snapshot in der Analyseauswahl des Betriebssystemmonitors (siehe Abbildung 2.1). Alle Daten des Betriebssystemmonitors werden vom Hilfsprogramm saposcol im 10-Sekunden-Rhythmus aufgefrischt. Ein Auffrischen der Daten mit der entsprechenden Drucktaste ergibt also nur dann neue Daten, wenn 10 Sekunden verstrichen sind.
Hilfe zur Fehlerbehebung
Bei dieser Art der Verarbeitung werden Dokumente von Programmen erstellt oder bearbeitet, die ohne ständige Kommunikation mit Dialogbenutzern arbeiten (daher die Bezeichnung im Hintergrund). So werden z. B. durch den Lieferscheinsammelgang alle offenen Kundenaufträge analysiert und automatisch und fristgerecht Lieferungen zu diesen Aufträgen erstellt. Ein zweites Beispiel für ein Hintergrundprogramm ist die automatische Erstellung von Gehaltsabrechnungen anhand der im System befindlichen Personalstammdaten und der von den Mitarbeitern erfassten Zeitdaten. Charakteristisch für die Hintergrundverarbeitung ist also, dass das jeweilige Programm Daten liest, die sich bereits im System befinden, und daraus neue Dokumente (in unseren Beispielen Lieferscheine bzw. Gehaltsbögen) erstellt.
Bei diesem Vorgang sollte der Aufbau der Verbindung (d. h. die CMINITPhase) nur wenige Millisekunden dauern. Finden Sie also in der Workprozess-Übersicht häufig diesen Zustand, kann es an einer Überlastung des Empfängersystems liegen. Die Dauer der CMSENDund CMRECEIVE-Phasen hängt stark von der übertragenen Datenmenge und der Netzgeschwindigkeit ab. Für diese Phasen lässt sich keine Zeitangabe machen.
Einige fehlende SAP Basis Funktionen im Standard werden durch die PC-Anwendung "Shortcut for SAP Systems" nachgeliefert.
Der SAP NetWeaver AS kann zurzeit mit acht verschiedenen relationalen Datenbanksystemen – darunter auch die Hauptspeicherdatenbank SAP HANA – betrieben werden.
Um die vielen Informationen zum Thema SAP - und auch anderen - in einer Wissensdatenbank zu speichern, eignet sich Scribble Papers.
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