MARKETING & SELBSTVERSTÄNDNIS
ST02 Betriebssystem Übersicht
Wenn zwei Benutzer in einem Zeitraum jeweils 100 Transaktionsschritte Last ausgeführt haben, sind beide gleich aktiv gewesen. Das bedeutet aber noch nicht, dass sie beide die gleiche Last auf dem System erzeugt haben. Wenn z. B. der erste Benutzer Finanzbelege eingegeben hat und 100 Transaktionsschritte mit einer mittleren Antwortzeit von 500ms ausgeführt hat, hat er das System 50 Sekunden lang belastet. Ein zweiter Benutzer hat z. B. Controlling-Berichte erstellt und für seine Arbeit 100 Transaktionsschritte mit einer mittleren Antwortzeit von 5 Sekunden benötigt, also das System 500 Sekunden lang in Anspruch genommen. Offensichtlich hat der zweite Benutzer bei gleicher Aktivität eine zehnfach größere Last erzeugt. Wie man an diesem Beispiel erkennt, ist also das Produkt aus der Anzahl der Transaktionsschritte und der mittleren Antwortzeit ein Maß für die erzeugte Last. (Will man exakt sein, muss man von der Antwortzeit die Dispatcher-Wartezeit und die Roll-Wartezeit abziehen, denn während der Auftrag in der Dispatcher-Queue bzw. auf die Ausführung eines RFCs wartet, verursacht er keine Last auf dem System.) Die Belastung, die die unterschiedlichen Task-Typen auf der Datenbank erzeugen, lässt sich analog anhand der gesamten Datenbankzeit (Transaktionsschritte mal mittlere Datenbankzeit) vergleichen. Ebenso erfolgt der Vergleich der CPU-Belastung auf dem Applikationsserver. Die Verteilung der Zeiten (Datenbankzeit, CPU-Zeit etc.) spiegelt also die Lastverteilung auf dem System besser wider als die bloße Anzahl der Transaktionsschritte.
Die Etablierung von Software-Defined Data Center oder auch IaaS sind der Schlüssel zur weiteren Flexibilisierung und Standardisierung der Infrastruktur von SAP-Technologie. Das Konzept eines Software-Defined Data Center sieht vor, über die einzelnen, virtualisierten Bestandteile bspw Server, Netzwerke oder Speicher eine Abstraktionsschicht zu legen, die die gesamte Infrastruktur steuert, kontrolliert, provisioniert und automatisiert.
ÜBERWACHUNG UND ANPASSUNG DER STANDARDISIERUNG
Das Verbuchungs-Dispatching wird durch Setzen des SAP-Profilparameters rdisp/vb_dispatching = 1 im Default-Profil aktiviert. Das SAP-System sorgt dafür, dass alle Instanzen proportional zur Anzahl der auf ihnen konfigurierten Verbuchungs-Workprozesse mit Verbuchungsaufträgen versorgt werden. Damit wird in der Regel eine gleichmäßige Lastverteilung erreicht. Allerdings prüft es nicht die tatsächliche Lastverteilung. Ist z. B. auf einer SAP-Instanz nur ein Verbuchungs-Workprozess konfiguriert und dieser mit einem sehr langlaufenden Verbuchungsauftrag beschäftigt, weisen die Dialog-Workprozesse der Instanz trotzdem noch weitere Verbuchungsaufträge zu, obwohl zur gleichen Zeit Verbuchungs-Workprozesse auf anderen Instanzen frei sind. Unsere Empfehlung lautet daher, niemals nur einen Verbuchungs-Workprozess auf einer Instanz zu konfigurieren, sondern mindestens zwei.
Auf der obersten Stufe steht der Sitzungskontext (Session Context). Ein neuer Sitzungskontext wird geöffnet, wenn Sie sich an einem SAP-System anmelden. Mehrfachanmeldungen sind möglich, diese können aber über einen Profilparameter unterbunden werden. Diese öffnen dann je einen Speicherkontext. Auch ein Remote-Function-Call-(RFC-)Aufruf auf einem entfernten System öffnet einen neuen Sitzungskontext.
"Shortcut for SAP Systems" ist eine PC-Anwendung, mit der viele Tätigkeiten in der SAP Basis vereinfacht bzw. auch überhaupt erst ermöglicht werden.
Diese Zahl gibt an, wie viele Blöcke bzw. Pages von der Festplatte geladen werden mussten, um die Anfragen der Anwender (also der SAP-Workprozesse) zu befriedigen.
Ein Zettelkasten, in dem schnell Daten aller Art abgelegt und wiedergefunden werden können. Das verspricht Scribble Papers. Anfangs sieht das Programm sehr spartanisch aus. Aber wenn erst einmal eine kleine Struktur vorhanden ist, erkennt man die große Flexibilität dieses kleinen Helfers.
Durch den Einsatz eines Code-Scanners besteht die Möglichkeit, dass jeder Entwickler bei der erweiterten Prüfung seines Programms nun auch nach komplexen Sicherheitsmustern scannen kann, die ihm sagen, ob er Schwachstellen in sein Programm eingebaut hat.