In diesem Artikel erfahren Sie:
Angeforderter Speicher
In der Regel kommen zur Beseitigung eines Performanceproblems mehrere Lösungen in Betracht. Bei der Entscheidung, welche Maßnahmen in welcher Reihenfolge durchgeführt werden sollen, gilt der Grundsatz: »Besser Last vermeiden, als Last zu verteilen«. Natürlich gilt auch hier: keine Regel ohne Ausnahme. In Einzelfällen oder als Übergangslösung kann es günstiger sein, ein ineffizientes Customizing und ineffizient geschriebene Kundenprogramme durch technische Maßnahmen wie das Anlegen von Indizes, das Vergrößern der Puffer oder durch größere und schnellere Hardware auszugleichen. Der tatsächliche Maßnahmenkatalog zum Performancetuning muss daher aufgrund einer Performanceanalyse und im Hinblick auf die lokalen Gegebenheiten abgestimmt werden.
Die Laufzeitanalyse einzelner Anfragen, bei der Sie ereignisgesteuert eine Laufzeitanalyse bestimmter Anfragen erstellen: Dazu werden die statistischen Sätze der zu analysierenden Anfragen in einer Analysetransaktion in ihrer Aufrufsequenz zusammengestellt. Diese Einzelsatzanalyse ermöglicht Ihnen eine Aussage darüber, wie viel Zeit in welcher Komponente und bei welchen Operationen verstrichen ist und welchen Detail-Trace Sie als Nächstes einschalten oder, sofern er schon mitgelaufen ist, analysieren sollten.
Präsentationsschicht (grafische Benutzeroberfläche)
Haben Sie eine SQL-Anweisung mit einer langen Laufzeit identifiziert, sollten Sie zur weiteren Analyse den Trace erneut erstellen. Empfehlenswert ist es, den Trace zu Zeiten mit hoher und mit niedriger Systembelastung durchzuführen. Stellen Sie dabei fest, dass die Antwortzeiten für einen Datenbankzugriff nur zu bestimmten Zeiten negativ auffallen, deutet dies auf Durchsatzprobleme im Netzwerk oder beim Datenbankzugriff (z. B. auf einen I/O-Engpass) hin. Detaillierte Informationen dazu finden Sie in Abschnitt 2.2.2, »Identifizierung von Schreib-/Lese-(I/O-)Problemen«. Sind die Antwortzeiten für einen Datenbankzugriff dagegen reproduzierbar schlecht, liegt aller Wahrscheinlichkeit nach eine ineffiziente SQL-Anweisung vor, die es zu optimieren gilt.
Hat ein Benutzer oder System seine Dateneingabe beendet, sendet der Präsentationsserver oder RFC/Web-Client die Eingabedaten an die Applikationsebene. Die Applikationsebene beinhaltet die Applikationslogik und die Präsentationslogik. Als Applikationsebene fungieren – inklusive der integrierten Internetanbindung – der SAP NetWeaver Application Server (ABAP und Java) oder die SAP HANA Extended Services (XS) Engine. Die Applikationslogik ist in Transaktionen, Screens, Reports oder in Funktionsbausteinen und Klassen gekapselt.
Basisadministratoren steht mit "Shortcut for SAP Systems" eine PC-Anwendung zur Verfügung, die etliche Tätigkeiten in der SAP Basis vereinfacht bzw. ermöglicht.
Der Prozess ist natürlich sehr performancekritisch und wird von SAP ständig verbessert, sodass die Erstellung und Verarbeitung der Statistiken selbst SAP-Systemen mit dem höchsten Durchsatz gewachsen sind.
So viele Informationen... wie kann man die aufheben, so dass man sie bei Bedarf wiederfindet? Dafür eignet sich Scribble Papers ganz hervorragend.
Der zweite Bereich ist die Optimierung des Festplattenlayouts der Datenbank, um die Last möglichst gleichmäßig auf die Festplatten zu verteilen und so Wartesituationen beim Schreiben auf die Festplatte bzw. beim Lesen von der Festplatte zu vermeiden.